Grundlage sind herstellerspezifische Kalkulationssysteme, die Arbeitswerte, Teilepreise und Lackierstufen hinterlegen. Die Kunst liegt darin, den technisch richtigen Reparaturweg zu wählen: instandsetzen oder ersetzen, und welche angrenzenden Arbeiten das nach sich zieht.

Moderne Karosserien sind nicht mehr nur geschweißt, sondern geklebt, genietet und fließlochgeschraubt. Beim Austausch eines Bauteils schreibt der Hersteller regelmäßig vor, welche Fügestellen mit erneuert werden müssen und welche Verbindungen nicht wiederverwendet werden dürfen. Wer diese Vorgaben nicht kennt, kalkuliert zu niedrig, und die Werkstatt bleibt später auf der Differenz sitzen.

Aus der Praxis: Genau hier zahlt sich Fertigungserfahrung aus. Wer selbst im Karosseriebau gearbeitet und Fügetechniken wie Fließlochschrauben oder Strukturkleben an der Anlage gelernt hat, sieht am Schadenbild, welche Verbindungen betroffen sind, und kalkuliert entsprechend belastbar.

Verwandte Begriffe

  • UPE-Aufschläge: UPE-Aufschläge sind Zuschläge auf die unverbindliche Preisempfehlung von Ersatzteilen, die Werkstätten für Lagerhaltung und Beschaffung erheben.
  • Beilackierung: Beilackierung bezeichnet das Mitlackieren angrenzender, unbeschädigter Bauteile, damit der Farbübergang unsichtbar bleibt.
  • Vorschaden: Ein Vorschaden ist ein früherer Schaden am selben Fahrzeug, der vor dem aktuellen Unfall entstanden ist.

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